Auch wertvolle Werbegeschenke sind zulässig, wenn das Angebot trotz der Zugaben für den Kunden transparent ist.

Werbegeschenke oder Zugaben sind ein beliebtes Instrument um die Aufmerksamkeit des Kunden zu erregen. Die Möglichkeiten sind hier vielfältig. Besondere Wertgrenzen, welche bei der Vergabe von Zugaben zu beachten sind, existieren nicht. Eine Zugabe kann sogar einen höheren Wert als die Hauptleistung haben, solange dem Kunden ein nachvollziehbares und mithin kein irreführendes Angebot gemacht wird. So kann beispielsweise eine Fahrschule damit werben, dass sie jedem Fahrschüler einen Gutschein über € 500,00 zum Kauf eines Neuwagens bei einem bestimmten Autohändler übergibt. Auch kann eine Besonderheit, die auf dem Markt für den Kunden sonst nur schwer erhältlich ist, Gegenstand einer Zugabe sein. Als aktuelles Beispiel seien hier etwa Eintrittskarten zu Spielen der Fußball-Weltmeisterschaft genannt. Auch sonstige Raritäten, wie beispielsweise Konzertbesuche inklusive dem sogenannten „Meet and Great“ des Stars fallen in diese Kategorie.

Die Grenze der Zulässigkeit für eine derartige Werbung liegt dort, wo die Teilnahme an einem Gewinnspiel als Zugabe zur Ware ermöglicht wird. In dieser Hinsicht ist das Wettbewerbsrecht weiterhin strickt und verbietet die Kopplung des Warenangebotes an Gewinnspiele. Gewinnspiele als Zugabe zur Ware sind mithin tabu. Natürlich können Gewinnspiele jederzeit ohne Kopplung an den Kauf von Waren veranstaltet werden. So werden Verlosungen und Gewinnspiele in vielfältiger Weise in der Werbung eingesetzt, um hierdurch zu erreichen, dass der Kunde sich mit dem beworbenen Angebot näher beschäftigt. Es ist beispielsweise möglich, das Gewinnspiel mit Preisfragen betreffend die beworbenen Produkte zu durchzuführen. Jedoch ist hierbei im Blick zu behalten, dass zur Beantwortung der Fragen das Produkt vorher nicht erworben werden muß, da ansonsten eine unzulässige Kopplung zwischen Gewinnspiel und Warenverkauf vorliegt.

Festzuhalten ist, dass Zugaben als Werbeinstrument in vielfältiger Weise verwendet werden können. Das Wettbewerbsrecht verbietet allein irreführende Zugaben und die Kopplung des Warenverkaufes an Gewinnspiele. Im übrigen lässt das Wettbewerbsrecht die Werbung mit Zugaben im weiten Umfang zu.